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Einblick

Beim Discounter verhandeln Sie nicht über den Preis. Sie verhandeln über den Preispunkt.

Von Thijs Terwiel

Die meisten Lieferanten gehen mit einem Kostpreis zum Discount-Einkäufer und hoffen auf das Beste. Das ist die falsche Reihenfolge.

Discounter arbeiten mit einer Leiter fester Regalpreise, zum Beispiel 0,99 €, 1,49 €, 1,99 €, 2,99 €, 3,99 €, 4,99 €, 7,99 € und 9,99 €. Die Kundschaft vergleicht Ihr Produkt nie mit Ihrer unverbindlichen Preisempfehlung anderswo, sondern mit allem, was im selben Gang zum selben Preispunkt liegt.

Beim Regal beginnen und zurückrechnen

  1. 1.Wählen Sie den Preispunkt. Beispiel: 4,99 €.
  2. 2.Ziehen Sie die Mehrwertsteuer ab. Bei 21 % bleiben 4,12 €.
  3. 3.Ziehen Sie die Zielmarge des Händlers ab, berechnet auf den Verkaufspreis (nicht als Aufschlag auf die Kosten). Bei 40 % liegt Ihr Verkaufspreis bei etwa 2,47 €.
  4. 4.Prüfen Sie, ob Ihre Einstandskosten plus Ihre eigene Marge unter 2,47 € passen.

Passt es nicht, ändern Sie das Produkt

Die Antwort ist selten „Marge aufgeben“. Meist lautet sie: das Produkt anpassen.

  • weniger Teile oder eine kleinere Packungseinheit bei gleichem Wert für die Kundschaft
  • kleinere oder einfachere Verpackung
  • ein Display, das dem Filialpersonal Zeit spart
  • eine Lieferform, die zum Händler passt: FOB oder frei Haus

Zwei Lektionen, die ich immer wieder lerne

Der Sprung zwischen Preispunkten ist brutal. Von 4,99 € auf 5,99 € kostet Sie nicht einfach ein Fünftel Ihres Volumens. Nach meiner Erfahrung kann es deutlich mehr kosten, weil Sie plötzlich mit einer anderen und oft stärkeren Produktgruppe konkurrieren.

Und eine Discount-Version sollte eine Discount-Version sein. Liegt genau derselbe Artikel für 9,99 € beim Discounter und für 14,99 € im Fachhandel, verlieren Sie den Fachhandel. Eine eigene Spezifikation schützt beide Kanäle.

Erst der Preispunkt, dann das Produkt. Stimmt diese Reihenfolge, wird die Verhandlung deutlich kürzer.

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